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am 13. Mai

Klimaziele der Marktgemeinde Bö­heim­kirchen

Margareta (Maggie) Dorn-Hayden - Am 4. Mai 2020 wurde vom e5-Team unter der Leitung von Maggie Dorn-Hayden ein Klimaleitbild für Böheimkirchen beschlossen.

Bei der ersten Gemeinderatssitzung der neuen Amtsperiode am 4. Mai 2020 wurde das vom e5-Team der Marktgemeinde Böheimkirchen entwickelte Klimaleitbild einstimmig beschlossen. Damit ist ein „großer Wurf“ für die Verankerung einer Leitlinie für eine zukunftsweisende Klimapolitik der Gemeinde gelungen. In einem 10-Punkteprogramm für die Energie- und Umweltpolitik wurden die Bereiche für die energiepolitische Arbeit identifiziert. Das Gesamtkonzept enthält zusätzlich konkrete Ziele, die Maßnahmen für die Zielerreichung werden in eigenen Sitzungen erarbeitet. 

Die Klimaziele von Böheimkirchen

  • Reduktion von CO2 durch erneuerbare Energie
    Die Marktgemeinde priorisiert entsprechende Maßnahmen im eigenen Energie- und Umweltbereich, um die CO2 Bilanz kontinuierlich zu senken und positive Auswirkungen auf Umwelt und Lebensqualität zu erreichen. Dazu gehört vor allem die Versorgung der gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen mit erneuerbarer Energie.
  • Effiziente Gemeinde
    Energieeffiziente Anlagen wie z.B. LED-Straßenbeleuchtung oder Photovoltaik sowie Solarthermieanlagen, um die Sonnenenergie nutzbar zu machen, sollen unsere Marktgemeinde in eine energieeffiziente Zukunft begleiten.   
  • Klimabündnis Gemeindeförderungen 
    Die BürgerInnen werden beim ökologischen Bauen- und Sanieren sowie bei der Umstellung auf erneuerbare Heizungen etc. durch Gemeindeförderungen nach Maßgabe der finanziellen Möglichkeiten weiterhin gefördert.
  • Plastikreduzierte Gemeinde
    Die Gemeinde bekennt sich dazu, bei allen in ihrem Einflussbereich liegenden Veranstaltungen durch Umstellung auf alternative Mehrweg-Gebinde auf Plastik weitgehend zu verzichten.
  • Sanfte Mobilität
    Die Marktgemeinde möchte sowohl in ihrem eigenen Einflussbereich, als auch unter den BürgerInnen das Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität schärfen und ist bemüht, entsprechende Voraussetzungen für das Radfahren, zu Fuß gehen, Nutzung öffentlicher Verkehrsmitteln und alternativer Antriebe im Individualverkehr zu schaffen.
  • Klimawandel ernst nehmen
    Die Marktgemeinde bekennt sich mit der Teilnahme an einschlägigen Programmen zum Klimaschutz und ist bestrebt, das Bewusstsein unter allen BürgerInnen mit Hilfe von Veranstaltungen und regelmäßigen Berichten in den Gemeindemedien zu erhöhen.
  • Baumschutz - öffentliche Grünräume
    Wir bekennen uns weiterhin zur ausnahmslos giftfreien Bewirtschaftung auf allen öffentlichen Grünflächen, Rabatten, Parks und Friedhöfen. Dazu wollen wir ökologische Naturflächen schaffen bzw. erhalten, um den Artenschutz und die Biodiversität der Fauna und Flora zu unterstützen. Pflegemaßnahmen und Aufforstungen sollen den Baumbestand erhalten und erweitern und einen wesentlichen Beitrag zur Klimawandelanpassung leisten.  
  • Natur- und Freizeitparks
    Der Schutz unseres zentralen Natur- und Freizeitparks sowie der Erhalt und der Ausbau weiterer öffentlicher Parks, wie Generationenpark Aufeld, Ziegelofenwiese oder des Naturdenkmals Kronberg, soll durch nachhaltige Pflege- und laufende Investitionen  sichergestellt werden.
  • Wasserschutz
    Der Erhalt und der Schutz des Quellwassers und unseres Trinkwassers wird durch die Ökologisierung der Bäche (wie dem ökologischen Projekt Michelbach) gefördert.
  • Bodenschutz
    Als Bodenbündnis-Gemeinde wird die Bedeutung eines gesunden, lebendigen Bodens als CO2-Speicher und für die nachhaltige Bewirtschaftung und Produktion regionaler Lebensmittel bewusst gemacht.

​Böheimkirchen ist seit 2018 e 5-Gemeinde und nimmt damit am Programm des Landes NÖ teil, mit dem Ziel, Energie- und Klimamaßnahmen in der Gemeinde zu forcieren und umzusetzen. Mit ExpertInnen-Unterstützung durch die Energie- und Umweltagentur (eNu) erfolgte die Weichenstellung in sechs verschiedenen Handlungsfeldern (Entwicklung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation, Bewusstseinsbildung und Kommunikation). Das Leuchtturm-Projekt schlechthin ist die 2019 errichtet „Sonnenschule“ mit einer 21 KWp Photovoltaik-Anlage für die Versorgung der Volks-und Mittelschule. Bereits im ersten Jahr kam es nachweislich zu einer bedeutenden Stromkosten-Einsparung!
Weiters gehören zu den Maßnahmen der Aufbau einer Energie-Buchhaltung für alle öffentlichen Gebäude, die Erhebung und sukzessive Umstellung der Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Technik, erneuerbare Heizsysteme uvm. Begleitet wird der gesamte Prozess über Erfahrungsaustausch-Treffen mit anderen Gemeinden, fachlichen Workshops und Veranstaltungen. Das engagierte e5-Team besteht aus GemeinderätInnen, Gemeindeangestellten, ExpertInnen und fachlich interessierten Bürginnen. 2020 ist die Erste Auditierung geplant, die von unabhängigen FachexpertInnen durchgeführt wird. e 5 ist ein europäisches Programm und in Österreich in über 200 Städten und Gemeinden etabliert.